Sa, 11:00 | Harald Doppelhofer, Vortrag: Klimawandel und das gute Leben - persönliche Herausforderungen
„Ich glaube, dass der im psychologischen Sinne reife Mensch – so wie ich ihn beschrieben habe – mit den Eigenschaften ausgestattet wäre, die ihn bewegen, Erfahrungen für wertvoll zu halten, die Überleben und Entfaltung der menschlichen Rasse fördern würden.“ Carl R. Rogers 1969
Der menschengemachte Klimawandel bringt weitreichende Folgen mit sich und macht Gegenwart wie Zukunft unsicherer. Handeln ist angesagt, Bekämpfung der Ursachen und Anpassung an die Veränderungen.
Angesichts dieser Bedrohung stellt sich die Frage, wie ein gutes Leben in Zeiten der Klimakrise gelingen kann. Diese Frage nach dem guten Leben ist immer auch eine ethische Frage – nach dem richtigen Leben und dem richtigen Handeln. Hier Antworten zu finden kann persönlich herausfordernd werden, nicht nur im psychotherapeutischen Kontext.
Im Personzentrierten Ansatz gehen wir ja davon aus, dass wir organismisch über eine hohe Kompetenz verfügen, zu entscheiden, was gut und richtig für uns ist und danach zu handeln - selbstbestimmt und kongruent, im Einklang mit uns selbst. Wie schaut es mit dieser Fähigkeit zu richtigen Entscheidungen und Handlungen aus, wenn im Zusammenhang mit der Klimakrise zwischen persönlichen Bedürfnissen und moralischen Erfordernissen aus globaler Verantwortung zu vermitteln ist? Welche persönlichen Schwierigkeiten und Herausforderungen können sich da auftun? Oder ganz anders gefragt: Kann man angesichts der Klimaentwicklung noch ruhigen Gewissens in den Urlaub fliegen?
Ich freue mich auf einen Austausch im Anschluss an meinem Vortrag.
Harald Doppelhofer, Personzentrierter Psychotherapeut und Supervisor in freier Praxis, Lehrtherapeut des FORUM; Wien und Retz
harald.doppelhofer@aon.at